Alzheimer Gesellschaft Hessen

Informationen, Beratung und Austausch

Bei den regionalen Alzheimer-Gesellschaften vor Ort.
Liste s. Übersicht Hessen.
Oder bei der Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
Friedrichstr. 236
10969 Berlin
Tel. 030 2593795-0
Fax 030 2593795-29
www.deutsche-alzheimer.de

Individueller Rat per Telefon

„Alzheimer-Telefon“: 01803 171017 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz. 42 Cent pro Minute vom einem Mobiltelefon.)
montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr
freitags von 9 bis 15 Uhr

Pflege-Beratung

Alle kreisfreien Städte in Hessen (Darmstadt, Frankfurt am Main, Kassel, Offenbach am Main und Wiesbaden) sowie 18 von 21 Landkreisen haben Pflegestützpunkte nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI) zusammen mit den Kranken- und Pflegekassen eröffnet. Pflegestützpunkte helfen bei Fragen rund um Pflege und Versorgung: Hier erhalten Sie umfassend Auskunft und Beratung über Sozialleistungen und Hilfsangebote. Die Pflegestützpunkte sind nicht auf Demenz spezialisiert, haben aber die Übersicht über alle Angebote der Region und vermitteln Ihnen ggf. weitere Ansprechpartner.

Eine Übersicht über die hessischen Pflegestützpunkte finden Sie unter http://gesundheits-und-pflegeberatung.de

Für privat Versicherte gibt es die Pflegeberatung Compass, bei der unter der Service-Nummer 0800/101 88 00 ein Termin für ein Beratungsgespräch zu Hause vereinbart werden kann.

Seit einigen Jahren haben Pflegebedürftige und ihre Angehörigen einen Anspruch auf einen individuelle Pflegeberatung nach § 7a SGB XI. Wer nicht den Pflegestützpunkt in Anspruch nehmen will, kann sich von seiner Krankenkasse eine Liste mit zugelassenen Pflegeberatern schicken lassen. Pflegeberatung wird mittlerweile von vielen verschiedenen Trägern angeboten, von Alzheimer-Gesellschaften, Ambulanten Pflegediensten, stationären Einrichtungen usw.

Wichtige Seiten im Internet

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

www.bmfsfj.de bietet einen detaillierten Wegweiser an:
www.wegweiser-demenz.de
Die Datenbank „Hilfe in meiner Nähe“ ermöglicht den Zugang zu lokalen und regionalen Beratungs- und Hilfsangeboten. Hier findet man unter anderem Adressen von Selbsthilfegruppen, Pflegeeinrichtungen und Beratungsstellen in der Nähe. Insgesamt 17 Suchkategorien stehen zur Auswahl.

Das Bundesministerium für Gesundheit

www.bmg.bund.de
bietet mit dem Online- Ratgeber Demenz umfassende Informationen für Betroffene und Angehörige:

  • Entscheidungs- und Verstehenshilfen
  • Wohn- und Lebensraum gestalten
  • Teilnahme am täglichen Leben
  • Hilfe bei der Sorge um sich selbst
  • Kontaktadressen von Vereinen, Selbsthilfegruppen und anderen Organisationen, die sich mit dem Thema Demenz beschäftigen

Die Website der AOK

ist auch informativ zum Stichwort Demenz: http://www.aok.de
Hier finden sich Informationen zum Krankheitsbild Demenz und zu den Leistungen der AOK.

Weitere wichtige Seiten

www.freunde-alter-menschen.de
www.aktion-demenz.de
www.alzheimerforum.de

Demenzwohngemeinschaften

Die Internetseite www.demenz-wg.de soll dazu beitragen, familienähnliche Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz zu unterstützen. Sie enthält eine Übersicht über existierende Wohngemeinschaften mit Verlinkung zu deren Webseiten. Siehe auch:
www.demenzwohngemeinschaften.de
www.wg-qualitaet.de

Konzepte

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe entwickelt Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen.
Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V.
An der Pauluskirche 3
50677 Köln
Telefon: 0221 931847-0
Telefax: 0221 931847-6
Mail:
Internet: www.kda.de

Kontakt

Alzheimer Gesellschaft Hessen e. V.

0611 724 257 01

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Gemeinschaft tut gut

Als der Arzt meinen Mann sah, nachdem er sechs Wochen in der WG war, sagte er als Erstes zu mir: »Also, das muss ich ja sagen, Ihr Mann hat ganz klare Augen, er hat einen entspannten Gesichtsausdruck und seine Bewegungen sind wesentlich gelöster, soweit man davon sprechen kann. Sie sind auf einem guten Weg.«
(S. 198)
Den ersten Monat war ich fast jeden Tag in der WG. Ich habe gesagt: »Um es allen zu erleichtern und um das Personal zu informieren, wie mein Mann am besten zu behandeln ist, komme ich anfangs jeden Tag.« Ich habe das aber langsam heruntergeschraubt. Ich kann jetzt auch beruhigt weggehen.
Sonst lief er ja hinter mir her. (…) Wenn ich jetzt weggehe, habe ich ein gutes Gefühl, weil ich weiß, dass er da gut aufgehoben ist. Es geht ihm gut, er hat eine gute Versorgung und es wird nach ihm geguckt. Und es ist ja so: Wenn es ihm gut geht, geht es mir auch gut, und dann kann ich auch gehen.
Nun ist es auch möglich, nur mal eben hinzufahren. Ich brauche lediglich einen kleinen Schlenker zu machen. Dann kann ich, wie gesagt, in aller Seelenruhe wegfahren und meine Besorgungen machen. Sonst hätte ich auf Kohlen gesessen und gedacht: »Jetzt gehst du weg. Was passiert wohl?«
(S. 203 – 204)

(aus: aus Inga Tönnies: Abschied zu Lebzeiten. Wie Angehörige mit Demenzkranken leben. BALANCE buch + medien verlag, 5. Auflage 2013, ISBN-Nr. 978-3-86739-007-1)